Taufe

Sie möchten Ihr Kind zur Taufe bringen oder selber als Erwachsener getauft werden?
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Erstes Open-Air-Tauffest im Luthergarten

Klingelbacher Kirchengemeinde feiert mit Tauffamilien die Einweihung des neuen Taufsteins

Am Samstag, den 16. Juni, konnten 8 Täuflinge zwischen 0 und 8 Jahren zum ersten Mal unter freiem Himmel getauft werden - und das bei strahlendem Sonnenschein! Nach einem stimmungsvollen Beginn in der Klingelbacher Barockkirche zogen die rund 150 Gäste die wenigen Schritte hinunter auf das einst brachliegende Gartengrundstück.

Auf diesem Gelände baut die Kirchengemeinde seit dem 500jährigen Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr mit professioneller wie ehrenamtlicher Hilfe einen Garten, der Luthers Lebens- und Glaubenswelt landschaftlich in Szene setzt. "Wir stellen uns hier ein lebendes Denkmal vor, das wächst und sich entwickelt - wie die Reformation der Kirche selbst, die ja Gott sei Dank nie abgeschlossen ist," meint Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom und ergänzt: "Dieses Wochenende ist auf jeden Fall sehr viel Leben in diesem Garten - genau so stellen wir uns das vor!"

Die Taufstelle liegt im Zentrum des Gartens - ein erster Hinweis dafür, welch großen Rang sie für den Reformator Luther hatte - theologisch wie persönlich. Sie ist mit Kopfsteinpflaster aus der Region in Form des griechischen Buchstaben Alpha gestaltet, weil sie den Anfang des christlichen Lebens symbolisiert. In ihrer Mitte befinden sich drei große Findlinge (ein Geschenk aus dem Allendörfer Steinbruch Schuhmacher und Heuser), aus denen Wasser hervorsprudelt. Diese nehmen die Dreieinigkeit Gottes auf - heißt es doch bei der Taufe: "Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Die vielen kleinen und größeren Täuflinge hatten sichtlich Spaß dabei den Stein und das herunterfließende Wasser zu erkunden und die Hände selbst darin einzutauchen.

Langfristig wird auch noch ein größeres Taufbecken hinzukommen, in dem man wie in der Antike mit dem ganzen Körper untertauchen kann - eine Art der Taufe, die gegenwärtig wieder sehr stark nachgefragt wird. "Wir haben Taufanmeldungen, in denen sich Familien aus Bayern bei uns melden," meint Peereboom. Für sie ein Zeichen dafür, dass die Kirchengemeinde mit ihrem Angebot von Open-Air-Taufen im Luthergarten offenbar dem Bedürfnis vieler Menschen entgegenkommt. "Gerade auch kirchendistanziertere Familien empfinden die Atmosphäre hier als zwangloser und offener als das Kirchengebäude. Die Hürden sind gefühlt einfach nicht so hoch." Locker und frei, so lief die Premiere an diesem Wochenende nun auch ab. Ein Akkordeon sorgte für die passende Untermalung, die Kinder spielten und ernteten Erdbeeren und Johannisbeeren und am Ende pflanzten die Tauffamilien noch gemeinsam einen Baum. "Ich bin begeistert. Offen gestanden habe ich mir gar nichts unter dem Ganzen vorstellen können," gestand die Urgroßmutter eines Täuflings, "aber jetzt wo ich es erlebt habe, kann ich sagen: Es ist einfach nur wunderschön!"
Luthergarten

 

Eine zauberhafte Taufe … und es kam anders als geplant

,,Ich habe mich für die Taufe entschieden, weil ich an ein höheres Wesen glaube, was man zwar nicht sehen kann, das aber immer auf uns aufpasst und versucht alles zum Guten zu wenden. Außerdem möchte ich meinen Glauben in der Gemeinschaft zeigen und mit vielen Menschen zusammen glauben." So erklärte Lena in ihren eigenen Worten ihre Entscheidung zur Taufe.
Vielen Dank, Lena, dass du auch noch einen wunderschönen persönlichen Bericht über diesen besonderen Tag geschrieben hast!

Hey, ich bin Lena, 13 Jahre alt und ich wurde am 12. August getauft.

Jetzt kommt sicher die Frage auf: Warum berichtet jemand über eine Taufe? Die gibt es doch ständig?

Ganz einfach: Es sollte in unserer Gemeinde die erste Taufe an einem Bach werden. Sie sollte am bzw. im Dörsbach im Jammertal an der Schutzhütte mit anschließendem Picknick stattfinden.

Frau Peereboom und ihr Team sowie alle Beteiligten hatten es sich so schön vorgestellt.

Leider fiel die Veranstaltung aufgrund des Wetters buchstäblich ins Wasser und so fand die Taufe dann in unserer wunderschönen Kirche in Klingelbach statt. Dieser kurzfristige Ortswechsel war kein Problem, es war trotzdem eine zauberhafte und wunderschöne Taufe.

Die Taufe begann um 15.00 Uhr nachdem sich alle sieben Täuflinge mit ihren Familien und Taufpaten in der Kirche in Klingelbach eingefunden hatten.

Auf das Dörsbachwasser wollte man nicht verzichten. Also wurde extra echtes Dörsbachwasser in die Kirche verbracht und in eine große Zinkwanne (Zuber) geschüttet - eine freundliche Leihgabe des Einrichmuseums - Danke an dieser Stelle!

Der Zuber stand während der Taufe vor dem Altar und als wir Täuflinge dann nach vorne gerufen wurden, knieten wir uns - einer nach dem anderen - auf eine Kniebank davor.

Jeder der sieben Täuflinge bekam drei Mal Wasser aus dem Dörsbach über den Kopf und anschließend wurde der Segen ausgesprochen.

Es ist wirklich ein wunderschönes Gefühl, nun endlich in die Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen worden zu sein und mit ihnen gemeinsam an Bord zu sein.
Es war eine zauberhafte Taufe und ein zauberhafter Tag für mich … und ich denke die anderen Täuflinge sehen das genau so!